Termine & Ausstellungen

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CHINA 8 – ZEITGENÖSSISCHE KUNST AUS CHINA AN RHEIN UND RUHR
15. Mai – 13. September 2015

Acht Städte an Rhein und Ruhr, neun Museen, rund 120 Künstler – die Ausstellung CHINA 8 ist die bislang umfangreichste Bestandsaufnahme zeitgenössischer chinesischer Kunst in Deutschland. Namhafte Künstler werden ebenso vertreten sein wie jüngere und neue Positionen. Neun Museen aus Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Marl, Mülheim an der Ruhr und Recklinghausen haben sich zu diesem gemeinsamen Projekt zusammengefunden und zeigen vom 15. Mai bis zum 13. September 2015 Werke aus den Sparten Malerei, Fotografie, Kalligrafie, Tuschmalerei, Skulptur, Installation und Video. Die Acht im Titel der Schau steht nicht nur für die beteiligten Städte, sondern ist auch eine bedeutende chinesische Glückszahl.

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villa friede 中国式书写的维度
POST-CALLIGRAPHY in Chinese Contemporary Art

18. Mai – 16. Juni 2015

Die Ausstellung Post-Calligraphy in Chinese Contemporary Art zeigt in exemplarischer Frische und Vielfalt die Auseinandersetzung von Künstlern auf, die mit den alten traditionellen Techniken des Bleistifts, der Tusche und der Tinte aktuelle Bildwerke schaffen. Die Arbeiten wurzeln zwar immer wieder in der Vergangenheit, visualisieren aber zugleich die rasanten gesellschaftlichen Umbrüche und stellen diese somit zur Diskussion.

Es handelt sich bei der Ausstellung nicht um die klassische Präsentation von Papierarbeiten. Dennoch ist sie eine Konzentration auf das Thema, das aber auch Neon, den täglichen Spaziergang durch die neue mediale Welt mit ihren neuen und anderen Realitäten enthalten kann, wie die private Zeitmessung oder den Ausbruch in raumfüllende kalligraphische Installationen. So kann auch Staub zu spiegelnden Oberflächen verarbeitet werden, in denen sich der Betrachter als Mitstreiter wiedersieht. Die Kalligraphie verliert ihre Unschuld.

Die Künstler suchen die Abweichungen, sie spielen mit Knoten und Linien, mit Abreibungen, mit etwas Abbild und viel mehr Abstraktion. Sie arbeiten stark mit dem Unter-Bewusstsein, fast alle greifen auf eigene Erfahrungswelten zurück, schildern also auch einen Teil ihrer eigenen Autobiographie. Sie lieben die sanfte und weiche Abstraktion, die sie als eigenständige Konstellation nutzen. Alle Spielarten von ruhig, bewegt, erregt, meditierend, aufbrausend, monochrom und stark farbig, einfach und kompliziert führen die Betrachter in ein aktuelles Kaleidoskop des neuen bildnerischen Denkens in China.
(Xia Kejun | Dieter Ronte, Kuratoren)

Beteiligte Künstler:
Cai Lei | Chen Guangwu | Cui Xianji | Hao Shiming | He Chengyao | Jiang Ji‘an | Ren Rong | Wang Chuan | Wang Jing | Yang Liming | Yang Qian | Zhang Zhenyu

KUNSTRAUM VILLA FRIEDE
Mainzer Str. 141-143
53179 Bonn – Mehlem

Öffnungszeiten:
Mi bis Sa 14 – 17 Uhr
und nach Vereinbarung:
0160 468 4681 oder 0228 92399223

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KANGXI/ CHINA CONTEMPORARY

19.07. – 08.11.2015

Die Ära des chinesischen Kaisers Kangxi (1662–1722) gilt als die politische, wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit der Qing-Dynastie (1644–1911). Unter seiner Regierung genossen Kunst und Wissenschaften große Wertschätzung und Förderung.

Nach der Machtübernahme der Mandschu wurde die Porzellanproduktion in der Stadt Jingdezhen wiedereingerichtet und der Vertrieb sowohl für den einheimischen Markt, als auch nach Europa und den Mittleren Osten reorganisiert. Das auf diese Weise erzielte Volumen und die angelegte Organisationsstruktur können als Vorboten der heutigen globalisierten und industrialisierten Welt angesehen werden.

Große Mengen an Porzellan wurden jährlich in streng arbeitsteiligen Prozessen in Handarbeit gefertigt und mit Schiffen und Karawanen exportiert. Die Schönheit und Qualität ausgewählter Kangxi-Porzellane, die von der Vereinigten Ostindischen Compagnie (VOC) der Niederlande nach Europa überführt wurden, schmückten die Schatzkammern der europäischen Fürsten. Der Prestigegewinn war enorm, so dass sich auch in den wohlhabenden europäischen Gesellschaften die Teemode und die Begeisterung für China wie ein Lauffeuer entzündeten. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund, wurde die Nacherfindung des Porzellans in Europa vorangetrieben.

Das Hetjens-Museum wird das Thema „Kangxi“ aus Perspektive der Auftraggeber beleuchten. Dabei werden die geschmacklichen Vorlieben des chinesischen Kaiserhofes sowie die Auftragswünsche der europäischen Fürsten und orientalischen Händler eingehend vorgestellt, um eine faszinierende Übersicht der facettenreichen Porzellankunst der Kangxi-Ära zu zeigen. Unter den Exponaten der Kangxi-Ausstellung im Hetjens-Museum werden wichtige Leihgaben aus deutschen Privatsammlungen präsentiert. Diese gelten als Pendants zu den Stücken in den bedeutendsten Sammlungen weltweit, wie beispielsweise dem Palastmuseum in Peking, dem Shanghaier Museum, dem Zwinger in Dresden, der Percival David-Sammlung im British Museum und dem Topkapi Palast in Istanbul. Auf diese Weise wird die Blütezeit des Porzellans der Kangxi-Ära in vielerlei Facetten in Düsseldorf zu bestaunen sein.

Wie stellt sich das Verhältnis „Fernost und West“ heute dar? Welche Bedeutung wird der Porzellankunst, die einst außerordentlich begehrt war und eine wichtige wirtschaftliche wie kulturelle Brücke zwischen den Kontinenten darstellte, heute noch beigemessen? Wirft die weiß glänzende Keramik im Zeitalter der Globalisierung sogar aktuelle Fragen auf? Eine der Kangxi-Schau angeschlossene Studioausstellung mit zeitgenössischen Werken wird mit höchst kreativen Antworten der chinesischen und der Düsseldorfer Kunstszene überraschen. Zugesagt sind auch Werke von Andreas Gursky, Klaus Mettig und Katharina Sieverding. Auf diese Weise reflektiert die Ausstellung KANGXI / CHINA CONTEMPORARY die weit über fünfhundertjährige, enge Kultur- und Wirtschaftsgeschichte zwischen den Kontinenten.

Hetjens-Museum – Deutsches Keramikmuseum
Schulstraße 4
40213 Düsseldorf
Tel: +49 211 8994210
Fax: +49 211 89291 66
www.duesseldorf.de/hetjens
hetjensmuseum@duesseldorf.de